HPC Mobil
Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause
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Hospiz Österreich

Der Großteil der Menschen in Österreich verstirbt in Einrichtungen der Grundversorgung, d.h. in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder zu Hause.

Der Dachverband Hospiz Österreich verfolgt mit dem Projekt HPC Mobil zwei Ziele:

  • zum einen, die Betreuenden (Pflegende, ÄrztInnen, psycho-soziale Berufe…) durch Vermittlung von Haltung, Knowhow und Wissen zu Hospizkultur und Palliative Care aktiv zu unterstützen.
  • Zum anderen, auch die Organisationen in notwendigen Veränderungen ihrer Strukturen und Abläufe hinsichtlich Hospizkultur und Palliative Care zu begleiten.

Externe OE-Begleitung

Menschen lernen u.a. durch Fortbildung und Erfahrung, Organisationen lernen durch Kulturwandel, über Kommunikationsstrukturen und Entscheidungen. Ein Kulturwandel braucht Zeit, muss von den Leitenden gewünscht und aktiv unterstützt und von den MitarbeiterInnen getragen und umgesetzt werden. Die operativen Führungskräfte haben hier eine sehr wichtige Rolle.

Innovation durch Kooperation

Arbeit an Grenzen

Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Betreuung und Pflege ist eine Arbeit an den Grenzen. Sie wird wirksam, wenn das Leben an seine Endlichkeit kommt. Diese Arbeit wird vorrangig an unterschiedlichen Nahtstellen erbracht – den Übergängen zwischen der Betreuung und Pflege zu Hause, den HausärztInnen, den Krankenhäusern, dem Mobilen Palliativteam, den NotärztInnen, den Rettungsdiensten, den ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen, den Alten- und Pflegeheimen und Stationären Hospizen.

Insgesamt handelt es sich um Fachkräfte, deren professionelles Handeln von unterschiedlichen Ausbildungen, beruflichen Biographien, unterschiedlichen Arbeitskulturen, divergierender Alltagsorganisation und verschiedenen Entlohnungssystemen geprägt ist.

HPC Mobil hat wesentlich zu tun mit den Grenzen, die sich aus der vorherrschenden Einzelarbeit in der mobilen Betreuung und Pflege zu Hause ergeben. Es hat zu tun mit dem Umstand, dass die pflegenden und betreuenden Personen bei der/dem Klientin/en häufig wechseln, wodurch sich viele interne Schnittstellen ergeben. Die MitarbeiterInnen erleben Eingebundensein in ein Arbeitsteam selten vor Ort bei den zu pflegenden Menschen, sondern vor allem durch informelle Kontakte, Teambesprechungen und Supervisionen in den Trägerorganisationen.

Innovationsversuche wie HPC Mobil haben damit zu tun, dass in den Trägerorganisationen die Grenzen zwischen verschiedenen professionellen Funktionsgruppen, Organisationseinheiten und Hierarchieebenen überschritten werden müssen, um in einem Unternehmensteil oder der gesamten Organisation wirksam werden zu können. Der Erfolg des Pilotversuchs HPC Mobil entscheidet sich wesentlich an den Grenzen zwischen den beteiligten Trägern, die gleichermaßen Bündnispartner wie Konkurrenten sind. Er entscheidet sich an den Grenzen zu den Finanzgebern und dem politisch- administrativen System, das für die strategische Ausrichtung und die Finanzierung der mobilen Betreuung und Pflege verantwortlich ist; also an den Grenzen zwischen professionellem Handeln, zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und der Politik.

Im Alltag hat HPC Mobil kontinuierlich mit den Grenzen zwischen Denken, Fühlen und Handeln zu tun. Gefragt sind fachliche Arbeit, Kenntnisse und Fertigkeiten, Zuwendung und Beziehungsfähigkeit sowie persönliche Werte, die aber erst wirksam werden können, wenn sie in Handlungen, in Leistungsprozesse regelmäßig Eingang finden.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel:

Auszug aus Artikel Kooperation Konkurrenz Ralph Grossmann

Ins Rollen bringen

Die Palliativbeauftragten und die Palliativgruppe sind zentral für die Entwicklung, die Etablierung und die Nachhaltigkeit von HPC Mobil im Träger.

Die Palliativbeauftragten bringen Entwicklungen zu Hospizkultur und Palliative Care (HPC) in Absprache mit den Leitenden in die Umsetzung, sie unterstützen die Organisation beim Lernen zu HPC. Ihnen steht die Palliativgruppe zur Seite, die Augen und Ohren zu HPC in der Organisation darstellt. Sie bringen ihre Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis in die Palliativgruppe mit ein. Im Folgenden antworten Palliativbeauftragte auf Fragen wie:

1) Meine Aufgabe als Palliativbeauftragte/r ist…
2) Das Gefühl zu meiner neuen Rolle als Palliativbeauftragte ist…
3) Wie sehen deine KollegInnen deine neue Rolle als Palliativbeauftragte/r?

Was bringe ich als Mitglied der Palliativgruppe (PG) in die PG ein?

Durch lernen verändern

71 TrainerInnen wurden in HPC Mobil ausgebildet, um die Workshops im eigenen Träger zu moderieren. Hier sprechen einige über ihre Erfahrungen.

Gemeinsam entwickelt

Je zwei Leitende aus jedem Träger waren Teil der Entwicklungsgruppe, die gemeinsam mit der externen OE-Begleitung und Hospiz Österreich die Detailplanung des Projektes intern und extern machte. Wie sehen die Leitenden ihre Rolle und ihre Aufgaben?

Fachtagungen

Die Fachtagungen waren ein Forum des umfassenden Austausches von MitarbeiterInnen aller Träger. Vor allem war es hier auch den operativen Führungskräften möglich, gut sichtbar zu werden und sich einzubringen. Die Fachtagungen wurden als sehr lebendig und intensiv in der Auseinandersetzung mit Hospizkultur und Palliative Care erlebt.

Ein kurzer Bericht:
Fachtagung 23. November 2016
Fachtagung 9. November 2017

Gut gesteuert

Die Steuergruppe umfasst die Geschäftsführungen, Bereichsleitungen und die Mitglieder der Entwicklungsgruppe. Sie hat, gemeinsam mit Hospiz Österreich, das Projekt betreffend die Letztentscheidung und Verantwortung in allen Belangen. Was sagen die GeschäftsführerInnen zu HPC Mobil?

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